Handreichung:

Aufmerksamkeitsgestörte, hyperaktive Kinder und Jugendliche im Unterricht

Herausgeber: Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung, München

Erarbeitet im Auftrag des Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus
1.Auflage 1999

Das Autorenteam:
Margarete Imhof, Dr. phil., Diplompsychologin
Klaus Skrodzki, Dr. med., Arzt für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderkardiologe
Marianne S. Urzinger, Sonderschullehrerin an einem Sonderpädagogischen Förderzentrum

Redaktion:
Elke Frey-Flügge

Verkauf im Buchhandel:
ISBN 3-403-03248-5, z.B bei amazon.de
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Preis DM 24,80 (bei Verlagsbestellung plus Porto und Verpackung)

Inhaltsverzeichnis

Einleitung 6

Teil 1
Was ist das eigentlich: Aufmerksamkeitsstörung/Hyperaktivität?
8

1 Protokoll einer Schulstunde 8

2 Häufig gestellte Fragen (1-20) 9
2.1 Was ist eigentlich Hyperaktivität? 9
2.2 Wie zeigt sich das Syndrom Aufmerksamkeitsstörung in der Schule? 9
2.3 Wie sieht das Leistungsverhalten der Kinder und Jugendlichen aus? 10
2.4 Ist die Intelligenz dieser Kinder beeinträchtigt? 11
2.5 Wie sind die Kinder und Jugendlichen in der Schule sozial eingebunden? 11
2.6 Welche Ursachen liegen dieser Störung zugrunde? 11
2.7 Sind Mädchen und Jungen gleichermaßen von der Störung betroffen? 12
2.8 Wie häufig kommt das Syndrom der Aufmerksamkeitsstörung vor? 12
2.9 Welche Erscheinungsformen sind bisher bekannt? 13
2.10 Sind hyperaktive Kinder häufig aggressiv? 13
2.11 Gibt es das Problem der Aufmerksamkeitsstörung in allen Altersgruppen? 13
2.12 Was kann ich tun, wenn ich den Verdacht habe, dass ein Kind aufmerksamkeitsgestört ist? 14
2.13 Wer stellt die Diagnose? 14
2.14 Was kann ich als Lehrer zur Diagnostik beitragen? 14
2.15 Welche Therapiemöglichkeiten gibt es? 15
2.16 Ist eine medikamentöse Therapie gefährlich? 15
2.17 Was müssen Lehrkräfte berücksichtigen, wenn sie wissen, dass ein Kind therapiert wird? 15
2.18 Welche weiterführende Schule kommt für diese Kinder in Betracht? 16
2.19 Welche Hilfen stehen für die Berufswahl zur Verfügung? 16
2.20 Können die Störungen völlig beseitigt werden? 17

Teil 2
Aufmerksamkeitsgestörte, hyperaktive Kinder und Jugendliche in der Schule
18

1 … so werden sie wahrgenommen 18
1.1 ... von den Lehrkräften: Von der pädagogischen Herausforderung zur Resignation 18
1.1.1 Auffälliges motorisches Verhalten 18
1.1.2 Probleme im feinmotorischen Bereich 19
1.1.3 Konzentrationsschwierigkeiten 20
1.1.4 Qualität der Arbeiten 20
1.1.5 Mangelhafte Problemlösestrategien 21
1.1.6 Schwierigkeiten im sprachlichen Bereich 21
1.1.7 Probleme in der Klassengemeinschaft 22
1.1.8 Lehrkräfte fühlen sich ,,genervt" 23
1.1.9 Situationsabhängigkeit des Verhaltens 23
1.2 … von den Klassenkameraden: Vom Helden zum Spielverderber 24
1.2.1 Bewunderung für den Klassenclown 24
1.2.2 Ablehnung 24
1.3 … von den eigenen Eltern: Vom Problemkind zum Schulproblem 25
1.3.1 Rückmeldungen aus der Schule und die Reaktion der Eltern 25
1.3.2 Der Kampf um die Hausaufgaben 25
1.4 … so erleben sie sich selbst: ,,Ich bin anders!" 26
1.4.1 Das Gefühl des ,,Andersseins" 26
1.4.2 Angst vor Misserfolgen 27
1.4.3 Unrealistische Selbsteinschätzung 27

2 Allgemeine Hinweise für den Umgang mit aufmerksamkeitsgestörten, hyperaktiven Kindern 29

3 Prinzipien der Unterrichtsplanung und -gestaltung für aufmerksamkeitsgestörte, hyperaktive Kinder und Jugendliche 32
3.1 Das tut allen gut! Planung des Unterrichts für die gesamte Klasse 32
3.1.1 Ritualisierte Abläufe 33
3.1.2 Rhythmisierung 34
3.1.3 Differenzierung im Unterricht 35
3.1.4 Differenzierung in Beurteilungssituationen 35
3.1.5 Lehrkräfte als Modell 36
3.1.6 Lernen mit allen Sinnen 36
3.1.7 Zusätzliche Reize 37
3.1.8 Handlungsorientierte Materialien 37
3.1.9 Material für die selbstständige Fehlerkontrolle 38
3.2 Das Sonderprogramm - spezielle Maßnahmen für das aufmerksamkeitsgestörte, hyperaktive Kind 38
3.2.1 Regeln 38
3.2.2 Bewegung 39
3.2.3 Strukturen 42
3.2.4 Strategien 45
3.2.5 Selbstständiges Kontrollieren 46
3.2.6 Selbstkontrolle 47
3.2.7 Rückmeldung - Lob 47

4 Hausaufgaben 48
4.1 In der Schule 48
4.2 Zu Hause 49
4.3 Hausaufgabenvereinbarung zwischen Schule und Eltern 50

5 Außerunterrichtliche Aktivitäten 52

6 Das kooperative Netz 54
6.1 Kooperation mit den Eltern 54
6.2 Kooperation innerhalb der Schule 56
6.3 Kooperation mit außerschulischen Stellen 58

Literatur zu Teil 1 und Teil 2 59

Teil 3
Krankheitsbild, Diagnostik, Therapie
61

1 Krankheitsbild: Ursachen und altersspezifische Erscheinungsformen 61
1.1 Ursachen des Syndroms 61
1.2 Altersspezifische Erscheinungsformen 64

2 Diagnostik 73
2.1 Diagnostische Klassifikationssysteme 73
2.2 Medizinische Diagnostik 75
2.3 Ausschlussdiagnostik 78
2.4 Die psychologische Diagnostik 79
2.5 Die Rolle von Lehrkräften bei der Diagnostik 80

3 Therapie der Aufmerksamkeitsstörung/Hyperaktivität 82
3.1 Medizinische Ansätze 84
3.1.1 Medikamente 84
3.1.2 Diät 85
3.2 Psychotherapeutische Ansätze 86
3.2.1 Wahrnehmungstraining 87
3.2.2 Selbstinstruktionstraining und Strategietraining 88
3.2.3 Programme zur Verhaltensmodifikation 89
3.2.4 Training des Sozialverhaltens 93
3.2.5 Stärkung der Selbstakzeptanz 94
3.2.6 Familienzentrierte Maßnahmen 96
3.2.7 Psychomotorische und ergotherapeutische Arbeit mit hyperaktiven Kindern 96
3.2.8 Therapeutische Sonderformen 100

Literatur zu Teil 3 101

Anhang 1-5 104


Anmerkung:

Die Herausgabe der Handreichung für Lehrer im Juli 1999 durch die Referentin des ISB, Frau Elke Frey-Flügge, erfüllt uns vom Bundesverband der Elterninitiativen zur Förderung hyperaktiver Kinder e.V. mit ganz besonderer Freude und ganz besonderem Stolz.

Freude - denn das "Schlachtfeld" Schule ist einer der schwierigsten Kristallisationspunkte im reichhaltig gefüllten Konfliktfeld um und mit hyperaktiven Kindern. In der Hochschulausbildung wurden die meisten Lehrer nicht oder nur unzureichend auf den Umgang mit diesen unkonzentrierten und häufig auch sozial aus dem Rahmen fallenden Kindern vorbereitet. Umgekehrt erscheinen aber auch die Eltern der Kinder dem Lehrer oft unzugänglich und stur. Oder sie traktieren ihn ungeduldig mit Bergen von Fachliteratur, wenn sie schließlich die Ursache der Probleme entdeckt haben. Doch der konkrete Tip für den alltäglichen Unterricht blieb aus. Wir meinen, daß diese Handreichung für Lehrer und Kinder sehr hilfreich sein wird, um zu einem erfolgreicheren Umgang miteinander zu kommen.

Stolz - denn ohne die jahrelangen Bemühungen des Bundesverbandes hätte es diese Handreichung heute wohl nicht gegeben. Angefangen von der Idee und der Initiierung vor sieben Jahren, über die jahrelange kontinuierliche Zusammenarbeit mit anerkannten Fachleuten aus Medizin, Pädagogik und Ministerium, über die fortwährenden Hinweise bezüglich der Dringlichkeit durch den Vorstand - auch unter besonderer Berücksichtigung und Würdigung der schwierigen Rolle des Lehrers - über die gute Zusammenarbeit bei der Erstellung eines aufklärenden Artikels in "Schule aktuell" (2/95), der Eltern-Zeitschrift des Bayerischen Kultusministeriums, bishin zur Mitwirkung an der Video-Dokumentation und der inhaltlichen Ausarbeitung dieser Handreichung ... stets gehörten Mitglieder des Bundesverbandes zu den vorantreibenden Kräften.

Diese Handreichung wird ergänzt durch das ebenfalls vom ISB erstellte Video "Aufmerksamkeitsgestörte, hyperaktive Kinder im Unterricht".